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Architektur & Energieberatung
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Was ist ein Passivhaus?

Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Durch die Konstruktion und die Platzierung der Gebäude wird auf die äußere Zufuhr von Energie weitestgehend verzichtet. Der Heizwärmebedarf ist so niedrig, dass durch den Einsatz einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung auch in unseren Breitengraden auf eine separate herkömmliche Heizungsanlage verzichtet werden kann.

Warum ein Passivhaus?

Nicht nur die Energiesparverordnung der Bundesregierung regte Architekten und Investoren dazu an, sich mit energiesparendem Bauen zu befassen, sondern auch das übergeordnete Ziel des Umweltschutzes. 37% des Energieverbrauchs in Deutschland werden ausschließlich für die Erwärmung der Häuser und des Brauchwassers aufgewendet. Vom gesamten Energieverbrauch eines privaten Haushalts werden 76,5 % für die Raumwärme benötigt. Um ein herkömmliches Einfamilienhaus zu beheizen, werden durchschnittlich jährlich 2000 - 2500 Liter Heizöl verbraucht, dies entspricht einem Tank in der Größe eines Kellerraumes. Für ein gleich großes Passivhaus werden ca. 150 - 200 Liter benötigt, dies entspricht dem Fassungsvermögen eines Aquariums.

Ein Passivhaus hat also eine Energieeffizienz von Faktor 10 im Vergleich zu herkömmlichen Häusern. Der Heizwärmebedarf darf 15 kWh / qm Wohnfläche und Jahr nicht übersteigen, der Gesamtprimärenergiebedarf muss unter 120 kWh/Jahr liegen, so die energetische Definition eines Passivhauses.